Schulelternbeirat

 
Elternrecht in der Schule
Den Rahmen für das Elternrecht bildet das Schulgesetz. Die wichtigsten Vorschriften, die sich unmittelbar auf die Elternvertretungen beziehen, sind unter den §§ 98 bis 108 zu finden. Weitere Vorschriften, die Elternrecht tangieren, sind: die Definition der Bildungs- und Erziehungsziele (§ 4), das Recht der Eltern, den Unterricht ihres Kindes zu besuchen (§ 31 Abs. 4), Maßnahmen bei Erziehungskonflikten (§ 45), die Besetzung der Schulleiterstellen (§§ 87 bis 90) und der Landesschulbeirat (§ 118).
Elternbeiräte
Das Verfahren zur Bildung der Elternbeiräte ist teilweise im Schulgesetz (§§ 100 Abs. 1, 102 Abs. 2, 103 Abs. 2, 105 Abs. 3 und 4, 106 Abs.2) geregelt. Ergänzend gilt die Wahlordnung für Elternbeiräte, die im Nachrichtenblatt vom April 1991, Seite 272, veröffentlicht wurde. Klassenelternbeiräte werden an allen Schulen gebildet. Wahlberechtigt sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler jeder Klasse. In der Sekundarstufe II (zum Beispiel gymnasiale Oberstufe, Fachgymnasium) wird der Elternbeirat zu Beginn des jeweiligen Bildungsganges für die Dauer des Bildungsganges gewählt. Wird der Unterricht in einem Kurssystem erteilt, bilden die Elternvertreter der jeweiligen Jahrgangsstufe den Jahrgangselternbeirat. Der Elternbeirat sollte aus drei Mitgliedern bestehen. Die Amtszeit des Klassenelternbeirates beträgt zwei Jahre, ausgenommen bei einjährigen Bildungsgängen. Wird der Unterricht in einem Kurssystem erteilt, bilden die Elternvertreter der jeweiligen Jahrgangsstufe den Jahrgangselternbeirat. Verantwortlich für die Einberufung der Wahlversammlung ist der bisherige Vorsitzende des Klassenelternbeirates. Ist er aus dem Amt ausgeschieden oder verhindert nimmt diese Aufgabe der Vorsitzende des Schulelternbeirates oder sein Beauftragter wahr. Dies gilt auch bei neu gebildeten Klassen. Der Elternbeirat sollte aus drei Mitgliedern bestehen. Die Amtszeit des Klassenelternbeirates beträgt zwei Jahre, ausgenommen bei einjährigen Bildungsgängen. Werden Klassen neu gebildet, muss für den Rest der Amtszeit nachgewählt werden. Die Mitgliedschaft im Klassenelternbeirat erlischt mit dem Ausscheiden des Schülers aus der Klasse.
Den Schulelternbeirat bilden kraft Gesetzes die Vorsitzenden der Klassenelternbeiräte und die Mitglieder des Jahrgangselternbeirates der Schule. Der Schulelternbeirat hat einen Vorstand, der in der Regel aus drei Mitgliedern besteht. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre.
In jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt sind außerdem mindestens drei Kreiselternbeiräte zu bilden: für die Grund-, Haupt- und Sonderschulen, für die Realschulen und für die Gymnasien. Gibt es mindestens drei Gesamtschulen oder drei berufliche Schulen im Kreis oder in der kreisfreien Stadt werden ebenfalls Kreiselternbeiräte gebildet. Die Kreiselternbeiräte für die Realschule, Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Schulen bestehen aus je einem Mitglied der Schulelternbeiräte des Kreises. Sie werden vom jeweiligen Schulelternbeirat gewählt. Der Kreiselternbeirat für die Grund-, Haupt- und Sonderschulen wird von Delegierten der Schulelternbeiräte des Kreises bestimmt. Auch für den Kreiselternbeirat ist ein Vorstand vorgeschrieben, der aus dem Vorsitzenden und in der Regel zwei weiteren Mitgliedern besteht. Die Kreiselternbeiräte der Grund-, Haupt- und Sonderschulen, der Realschulen und der Gymnasien wählen aus ihrer Mitte jeweils einen Vertreter in den Landeselternbeirat. Bei Gesamtschulen und beruflichen Schulen rekrutiert sich der Landeselternbeirat direkt aus je einem Mitglied der Schulelternbeiräte.